Die Anfänge
Im Ersten Weltkrieg überstieg der Bedarf an den Sprengstoffgrundprodukten Ammoniak und Salpetersäure die Kapazitäten des Werkes Oppau der BASF, die das Patent für die Ammoniaksynthese nach dem Haber-Bosch-Verfahren besaß. Auf Drängen der Regierung des Deutschen Reiches und deren Oberster Heeresleitung plante die BASF den Bau eines zweiten Ammoniakwerkes. Um vor potentiellen Angriffen der französischen Luftstreitkräfte sicher zu sein, wählte man einen Standort in Mitteldeutschland.Am 25.05.1916 war in Leuna Grundsteinlegung für die Badische Anilin- und Sodafabrik, Ammoniakwerk Merseburg genannte Anlage, deren Bau von Carl Bosch geleitet wurde. Nach kurzer Bauzeit verließ Ende April 1917 der erste Kesselwagen das Werksgelände.
1922 fusionierten die Leunawerke und der Standort Oppau zur Ammoniakwerke Merseburg-Oppau GmbH.
Die ersten Lokomotiven im Werk stammten aus den Beständen des BASF-Stammwerkes. Anfang der 1920er Jahre wurden umfangreiche Neubeschaffungen getätigt.
Die ersten Fahrzeuge
Die ersten Fahrzeuge in Merseburg stammten aus den Ludwigshafener Bestand der BASF und wurde an ihrem neuen Einsatzort mit ihrer ursprünglichen Betriebsnummer eingesetzt.
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20 - 27 (Henschel Bismarck)
1920 erreichten 8 fabrikneue Henschel-C-Kuppler das Werk in Merseburg.
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40 - 44 (BMAG, pr. T 16.1)
Noch im Jahr 1918, aber bereits nach Kriegsende, wurden 5 Loks der Bauart pr. T 16.1 an das Ammoniakwerk ausgeliefert. Damit gehört das Werk zu den seltenen Unternehmen, die diese für die damalige Zeit schwersten Rangierloks als Neufahrzeuge beschaffte.
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Geschichte & Hintergründe


