Lieferliste LBE 91 - 98
Die Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE) ließ bei Linke-Hoffmann acht Loks einer etwas leichteren Spielart der pr. G 8² bauen, sie erhielten die Nummern 91 bis 98. Größerer Achsstand und LüP, ein nach vorne versetzter Kamin der später noch einen größeren Durchmesser erhielt sowie eine Verkleidung unter der Rauchkammer ließen die Loks so ganz anders als die Ursprungsausführung aussehen. Frontschürze und Windleitbleche bei einigen Exemplaren unterstrichen diesen Eindruck noch.
Nach der Verstaatlichung am 01. Januar 1938 wurden die Loks in 56 3001 bis 3008 umgezeichnet, verblieben aber zunächst noch in Lübeck. 1942 wurden die acht Maschinen zum Osteinsatz geschickt, nach 1945 verblieb 56 3002 in der SBZ, alle anderen in den westlichen Besatzungszonen.
Die DR musterte ihre 56 3002 am 11. Januar 1956 aus, die DB entfernte ihre LBE G 8² 1948, 1950 und 1951 aus dem Bestand. 56 3005 wurde am 04. Juni 1948 an die Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE) verkauft, wo sie bis 1963 als 56 106 in Dienst stand.
56 3007 blieb glücklicherweise erhalten. Sie wurde 1950 an die Gewerkschaft Carl Alexander verkauft und kam in Baesweiler zum Einsatz. Nach dem Einsatzende im Aachener Kohlerevier erwarb die Deutsche Museums-Eisenbahn GmbH mit Sitz in Darmstadt-Kranichstein die Lok und richtete sie nach kurzzeitigem Einsatz als betriebsfähige Museumslok zum rollfähigen Ausstellungsexponat her. Auch wenn die LBE Lok vom Aussehen her erheblich von der Ursprungsvariante abweicht, ist wenigstens ein pr. G 8²-Ableger in Deutschland erhalten geblieben.
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Geschichte & Hintergründe
