Auftragnehmer
In der Anfangszeit erfolgten Verlagerungen zwischen deutschen Lokherstellern. Das wird noch gesondert dargestellt. Auch gab es "Mehrfachverlagerungen", wenn sich herausstellte, dass die Ressourcen des mit dem Bau beauftragten deutschen Unternehmens doch nicht ausreichten. Somit existieren für einzelne Fahrzeuge bis zu drei Hersteller (mit Fabriknummern).Wie schon eingangs erläutert, verzögerten sich die Bauausführungen zum Teil bis nach der Beendigung der jeweiligen deutschen Besetzung oder ein Teil der Aufträge wurde gar nicht ausgeführt. Die Datenlage dazu ist sehr schlecht.
Bisher sind folgende Firmen bekannt, die in deutschen Auftrag im Zweiten Weltkrieg Lokomotiven gebaut haben:
| Auftragnehmer | Land | Auftraggeber | ausgeführte Bauarten | Bemerkung |
| La Meuse | Belgien | ? | eigener D-Kuppler | |
| Tubize | Belgien | ? | KDL 7, KFL 1 | |
| UMH | Belgien | ? | KDL 7 | |
| Energie | Belgien (?) | ? | KDL 7 | komplette Auslieferung erst nach Kriegsende |
| AFB | Belgien | MBA, Krupp | KDL 1, eigener C-Kuppler | |
| Fives-Lille | Frankreich | Krupp | eigener D-Kuppler | |
| SACM | Frankreich | ? | Krupp Hannibal, eigener E-Kuppler | Krupp Hannibal erst nach Kriegsende ausgeliefert |
| Škoda | Tschechien | ? | eigener C-Kuppler | nur einzelne Fahrzeuge nach Deutschland geliefert, nach dem Krieg weitere Lieferungen nach Ostdeutschland |
| SLM | Schweiz | Jung | Krupp Gladbeck | ursprünglich von Krupp an Jung verlagert; lt. SLM Typ Hannibal |
Geschichte & Hintergründe