GDK - Gewerkschaft Deutscher Kaiser, Hamborn
[Quelle: Wikipedia] Die Gewerkschaft Deutscher Kaiser (GDK) war ein Steinkohlen-Bergwerk in Hamborn bei Duisburg, das sich unter Beibehaltung des Namens durch die Integration unterschiedlicher Betriebe zu einem Stahl produzierenden Großkonzern entwickelte.

1867 wurden unter dem Namen "Gewerkschaft Hamborn" die auf dem heutigen Stadtgebiet Duisburgs befindlichen Grubenfelder „Hamborn“, „Neumühl“ und „Rhein“ verliehen. 1871 wurde das Bergwerk „Hamborn“ zu Ehren Wilhelms I. in „Deutscher Kaiser“ umbenannt. 1874 wurde mit Schacht 1 die Förderung von Steinkohle aufgenommen. Ab 1883 begann August Thyssen die Kuxe der GDK aufzukaufen. Im Jahr 1891 hatte er die Mehrheit der Kuxe erreicht.

Unter August Thyssen wurden die Schachtanlagen beständig erweitert. Das ab 1901 in Meiderich erbaute Hüttenwerk wurde in die AG für Hüttenbetrieb eingebracht. Die Gleisanlagen beider Unternehmen wurden verbunden und der Bahnbetrieb wurde durch die Abteilung Eisenbahn der GDK durchgeführt. Der Betrieb des Hüttenwerkes führte zu einem erheblichen Anstieg des Transportvolumens

Schachtanlagen 1913
Ort Schacht Betriebsbeginn Stilllegung Nebenbetriebe Bemerkung
Hamborn 1 / 6 1871 / 1906 1928
Aldenrade 2 / 5 1888 / 1909
Bruckhausen 3 / 7 1895 / 1908 Hüttenwerk, Kokerei
Meiderich 4 / 8 1903 / gestundet Kokerei

Produktionsmengen 1913
Kohle Koks Roheisen Rohstahl Walzstahl
4.200.000 t 1.400.000 t 765.000 t 839.000 t 795.000 t


Am 01.01.1919 wurde die GDK in die ATH - August-Thyssen-Hütte (Hüttenwerk) und die Gewerkschaft Friedrich Thyssen (Bergwerke und Kokereien) geteilt. Der Werkbahnbetrieb verblieb bei der Abteilung "Eisenbahn und Häfen" der ATH. Diese wurde zum 01.04.1926 Teil der Vereinigte Stahlwerke AG.

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