78.10
Die beiden Fahrzeuge der Baureihe 78.10 der Deutschen Bundesbahn wurden auf der Basis von zwei Fahrzeugen der preußischen P 8 von der Firma Krauss-Maffei und dem Ausbesserungswerk Minden entwickelt. Man versuchte damit, die Beschleunigungswerte der Fahrzeuge, speziell für den Einsatz bei den Vorortbahnen und Stadtbahnen, zu verbessern.

Das Lauf- und Triebwerk sowie der Kessel der beiden Fahrzeuge mit den ursprünglichen Betriebsnummern 38 2919 und 38 2990 blieben nahezu unverändert. Umgestaltet wurde der Führerstand. Hinzu kam ein Kurztender, welcher über eine Deichsel an die Lok gekoppelt war und die Laufeigenschaften bei Rückwärtsfahrt verbesserte. Die als Tenderlokomotiven eingeordneten Loks verkehrten zunächst im Münchner Raum, später in Augsburg und zuletzt am Bodensee.

Weitere P8-Lokomotiven wurden nicht umgebaut, denn mit der Ausmusterung der Kriegslokomotiven bei der DB bis 1954 wurden in großer Zahl Wannentender frei, die mit der P8 gekuppelt werden konnten. Damit war eine Umrüstung zu wendezugfähigen Loks mit einer Rückwärtsgeschwindigkeit von 85 km/h auch mit einfacheren Mitteln möglich geworden.

Somit verblieben die beiden Loks 78 1001 und 78 1002 die einzigen ihrer Art und wurden bereits 1961 wieder ausgemustert.

Text: wikipedia

Krauss-Maffei 17677 1951 78.10 2'C+2-h2t DB "78 1001"       Verbleib ist unbekannt
Krauss-Maffei 17678 1951 78.10 2'C+2-h2t DB "78 1002"       Verbleib ist unbekannt

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